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fd.t nṯr: Sauneron, Ophiologie, 127 und ihm folgend die späteren Bearbeiter lesen an dieser Stelle jfd.t: „Schweiß“. Vermutlich ist aber kein echter Schweiß gemeint, sondern es wird vielmehr eine metaphorische Bezeichnung für ein anderes Produkt vorliegen. Im Balsamierungsritual sind „Schweiß“ verschiedener Götter, und konkreter „Schweiß der Götter“ sakramentale Ausdeutungen von Salbmitteln, wie bspw. ꜥnt.w-„Myrrhe“, s. bspw. Töpfer, Balsamierungsritual, 86, Anm. ax und 87, Anm. a. Ähnliches liegt auch im vorliegenden Papyrus nahe; und es ist sogar zu überlegen, ob das erste, tlw. zerstörte Zeichen gar kein Schilfblatt ist, wie Sauneron annimmt, sondern der Flaggenmast, so dass man – unter der Annahme einer Inversion ehrenhalber – fd.t nṯr lesen kann.
In jedem Falle setzt der Kontext eines medizinischen Rezeptes voraus, dass ein ganz konkretes Produkt gemeint ist und nicht nur eine allgemeine Bezeichnung für Salbmittel (oder etwas ganz anderes). Über dessen Identität kann freilich nur spekuliert werden. Immerhin sei in diesem Zusammenhang noch erwähnt, dass laut Zeile x+6,7 des Balsamierungsrituals ꜥnḫ-jm.j-Körner und ihr Produzent, die snw-p.t-Pflanze, d.h. der Mönchspfeffer, aus dem „Schweiß der Götter“ entstehen (s. Töpfer, a.a.O., 122 und den Kommentar bei Bardinet, in: ÉNiM 6, 2013, 54-55) – wobei die Passage grammatisch parallel konstruiert ist, so dass man Letzteres fast als Apposition zu Ersterem verstehen könnte: ꜥnḫ ḥr=k m ꜥnḫ-jm.j snw-p.t m fd.t n.tj nṯr.w: „Dein Gesicht wird leben durch ꜥnḫ-jm.j-Samen und/der snw-p.t-Pflanze, durch den Schweiß der Götter.“ (vgl. die Übersetzung bei Töpfer). Ob hiermit dasselbe gemeint ist wie mit dem „Wasser der ꜥnḫ-jm.j-Pflanze“, das in Tb 156 als Materia magica genannt ist?
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(Citation complète)Frank Feder, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Lutz Popko, Svenja Damm, Peter Dils, Identifiant d’unité FTKSIYWBBFCDNB5XN2UL3LSLBQ <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/FTKSIYWBBFCDNB5XN2UL3LSLBQ>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
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