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n{n}-sp: Sowohl Barta als auch Jäger transkribieren nur n(j)-sp, obwohl unter den Armen in allen erhaltenen Stellen noch eine Wasserlinie geschrieben ist. Inhaltlich passt jedoch eine perfektivische Aussage besser als eine futurische (zu beiden Formen vgl. Gardiner, Egyptian Grammar, § 456-457), weshalb hier ihrer Emendation gefolgt wird.
tꜣḥ〈y=j〉: Alle anderen Versionen, soweit sie erhalten sind, schreiben das Lemma mit Doppelschilfblatt. In oDeM 1145ro., oDeM 1147 und vermutlich auch oMMA 36112ro. folgt dem Determinativ noch der sitzende Mann. Da auf die Negation n-sp nur ein sḏm=f folgen kann, muss ein Verb vorliegen; der sitzende Mann mancher Handschriften ist somit nicht das Determinativ eines Nomens, sondern das Suffixpronomen der 1. Person Singular. Zu der Konstruktion n-sp sḏm=f bzw. nn-sp sḏm=f (und den Schreibungen mancher Verben als Subjunktiv mit Doppelschilfblatt) vgl. Gardiner, Egyptian Grammar, § 456. Die Bedeutung des Wortes ist allerdings nicht klar. Ein Substantiv tꜣḥ bzw. j:tꜣḥ erscheint in der Lehre für Merikare, E23 und E27, J.-F. Quack, Studien zur Lehre für Merikare; Wiesbaden 1992 (GOF IV 23), S. 20-23 (zur Schreibung des Wortes wie hier mit landendem Vogel und laufenden Beinchen ebd. S. 166-167). Die Wurzel bedeutet vermutlich "verwirren, aufwühlen" (ebd., S. 23, Anm. a; vgl. M.V. Fox, The Song of the Songs and Ancient Egyptian Love Songs; London 1985, S. 20, der tꜣḥ.n=f mit "he has disturbed" übersetzt) und dürfte mit dem koptischen "tôh" verwandt sein (J. Cerny, Coptic Etymological Dictionary; Cambridge 1976, S. 203; W. Vycichl, Dictionnaire étymologique de la langue copte; Leuven 1983, S. 226).
〈n〉 sš〈y=j〉: Die Handschriften oDeM 1138Bro., oDeM 1114vo., oKairo JE 56842 (und vielleicht auch oMMA 36112ro.) schreiben vor sš(n)y noch eine Negation, so dass ein zweiter Hauptsatz vorliegt. In oBrüssel E.3208 muss diese Negation wohl ergänzt werden, denn Negationen sind Rang-I-Erweiterungen und können als solche laut W. Schenkel, Tübinger Einführung in die klassisch-ägyptische Sprache und Schrift; Tübingen 2005 (6. Auflage), S. 85 nicht durch "gapping" ausgespart sein. n-sp negiert daher nur den ersten Satzkern, nicht aber gleichzeitig auch noch den zweiten.
sš〈y=j〉: Auch dieses Lemma ist in den anderen Handschriften mit Doppelschilfblatt geschrieben. oDeM 1138Bro. und vermutlich auch oKairo JE 56842 schreiben das Lemma sšny, also mit einem zusätzlichen n. Die Bedeutung des Verbs ist völlig unklar, Jäger, S. 164 übersetzt es mit "betrüben", Kaplony, S. 180 mit "missachten", Barta, S. 11 mit "bekümmern", Dakin, S. 466 mit "to hurt", Brunner, Erziehung, S. 84, Anm. 87 mit "ärgern", Wente, S. 17 mit "to show disregard". Ob das Wort mit sšn (jb): "Ärger (?)" (Wb IV 294, 3) verwandt ist? Hier wird der Übersetzungsvorschlag Jägers verwendet, auch wenn dadurch verloren geht, dass das ägyptische Lemma intransitiv ist.
Die Handschriften oDeM 1138Bro., oDeM 1114vo., oKairo JE 56842 (und vielleicht auch oMMA 36112ro.) schreiben vor dem Lemma noch eine Negation, so dass in diesen Versionen ein zweiter Hauptsatz vorliegt.
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(Citation complète)Lutz Popko, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Peter Dils, Kay Christine Klinger, Identifiant d’unité IBUBd1yQ64XkLkCetf2zrn3UN2I <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBd1yQ64XkLkCetf2zrn3UN2I>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBd1yQ64XkLkCetf2zrn3UN2I, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
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