Identifiant d’unité IBUBd6OqWOYnKkNWtVvdbdMGfns







    1
     
     

     
     



    7.1

    7.1
     
     

     
     


    title
    de
    Barbier

    (unspecified)
    TITL


    preposition
    de
    [mit Infinitiv]

    (unspecified)
    PREP


    verb_3-lit
    de
    rasieren

    Inf
    V\inf


    preposition
    de
    am

    (unspecified)
    PREP


    substantive_masc
    de
    Ende

    Noun.sg.stc
    N.m:sg:stc


    substantive
    de
    Abend

    (unspecified)
    N:sg





    [•]
     
     

     
     





    2
     
     

     
     


    preposition
    de
    [mit Infinitiv]

    (unspecified)
    PREP


    verb_3-lit
    de
    umrunden

    Inf
    V\inf


    substantive
    de
    Kehle (?)

    (unspecified)
    N:sg


    verb_irr
    de
    legen

    Rel.form.prefx.sgm.3sgm
    V\rel.m.sg:stpr


    personal_pronoun
    de
    [Suffix Pron. sg.3.m.]

    (unspecified)
    -3sg.m


    personal_pronoun
    de
    ihn [Enkl. Pron. sg.3.m.]

    (unspecified)
    =3sg.m


    preposition
    de
    auf

    (unspecified)
    PREP


    substantive
    de
    Oberarm; Schulter

    Noun.sg.stpr.3sgm
    N:sg:stpr


    personal_pronoun
    de
    [Suffix Pron. sg.3.m.]

    (unspecified)
    -3sg.m






     
     

     
     
de
[Der Barbier rasiert] am späten Abend (wörtl.: am Ende des Abends), [beim Umkreisen der Kehle (?)], die er an seine Schulter gelegt hat.
Auteur(s): Peter Dils; avec des contributions de: AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Billy Böhm, Samuel Huster (Fichier texte créé: avant juin 2015 (1992-2015), dernières modifications: 30.04.2024)

Commentaires
  • - pḥ bzw. m pḥ.wj: wird teilweise "bis zum späten Abend" übersetzt (Simpson, Lichtheim, Brunner, Quirke), was aber r pḥ.wj statt m pḥ.wj wäre. r ist in keiner Handschrift überliefert, aber Jäger emendiert zu r pḥ.t=f mšrw: "bis er den Abend erreicht" (r + sḏm.t=f). Das Substantiv pḥ.wj steht in pSallier II und oRamesseum 76, vielleicht auch in oDeM 1508. Eine Form des Verbs pḥ haben oDeM 1204 und 1510 (sḏm=f) und oDeM 1499 (sḏm.n=f).
    - Der zweite Vers liegt in zwei unterschiedlichen Versionen vor. In der einen Version ist es ein Wechselsatz, in der anderen Version ist es eine adverbielle Erweiterung des vorherigen Verses. Die Wechselsatzkonstruktion steht in pSallier II und ist wahrscheinlich nicht ursprünglich. Um dem Satz einen Sinn abzugewinnen (das Wort ꜥmy.t o.ä. ist unbekannt), wird er teilweise stark emendiert.
    - dbn: in den drei Handschriften, die diese Version enthalten, ist jeweils das Wort "Deben-Maß; Gewicht" (mit dem Steinblock als Determinativ) statt des Verbs "umkreisen" (mit den Beinchen als Determinativ) geschrieben.
    - (n) ꜥmy.t, Var. ꜥmꜥm, ꜥmꜥm.yt: das Wort ist unbekannt und wird unterschiedlich aufgefaßt oder emendiert. In der älteren Tradition wird es als ein Körperteil verstanden (z.B. Wb. I, 185, 9), was Wilson versuchsweise mit "Kinn" übersetzt. Vernus und Jäger halten es für die Kehle (vermutlich wegen des Determinativs und wegen einer möglichen etymologischen Verbindung mit ꜥm: "schlucken"). Helck emendiert n ꜥmy.t zu nmj: "rufen, schreien"; der Mann mit Hand am Mund steht tatsächlich in oDeM 1509 und oRamesseum 76 (geht die Übersetzung von Quirke "continually at the call" auf diese Emendierung zurück?). Hoch mutmaßt eine Bedeutung "Beutel, Tasche" wegen des Stoffdeterminativs in oDeM 1507 (ebenso oBM 41650 und oDeM 1506) und des Lederdeterminativs in oDeM 1503 (gefolgt von Parkinson, Tale of Sinuhe). Der Terminus wird schließlich häufig als Ortsangabe verstanden, parallel zu den weiter unten folgenden Substantiven qꜥḥ: "Ecke" (Emendierung!) und mr.t: "Straße" (Brunner, Cheti, 29; Seibert, Roccati). In diesem Sinne wird es von Vandier (in: BiOr 6, 1949, 15) zu dmj/dmj.t: "Stadt; Anlegestelle" emendiert (gefolgt von Lichtheim; Brunner, Altäg. Weisheit; Lalouette; Parkinson, Voices). Das würde bedeuten, daß das Suffix bei qꜥḥ in allen Handschriften zu tilgen ist.
    - qꜥḥ: wird teilweise als "Ellenbogen" oder, im Kontext des Barbiers, als "Armbeuge" übersetzt (Helck, Quirke, Jäger), aber diese Bedeutung ist fraglich, wohingegen die Bedeutungen "Schulter" und wahrscheinlich auch "(Ober)arm" sicher sind (J.H. Walker, Studies in Ancient Egyptian Anatomical Terminology, Studies of the Australian Centre for Egyptology 4, Warminster 1996, 71-78). Brunner, Lichtheim, Lalouette und Roccati emendierten zu qꜥḥ: "Ecke, Winkel" oder "Distrikt".

    An Übersetzungen liegen vor:
    - Wilson: "When he gives himself up to chins (?), he puts himself upon his (own) shoulder.";
    - Lichtheim: "He betakes himself to town, / He sets himself up in his corner" (nach Vandier; ähnlich Brunner, Lalouette, Parkinson (Voices)); vgl. Roccati: "sia che egli si rechi negli angoli (?), / sia che egli si rechi nei cantoni";
    - Hoch: "He takes his kit, putting it on his shoulder." (ähnlich Parkinson, Tale of Sinuhe);
    - Quirke: "continually at the call, continually on his elbow";
    - Vernus: "Se consacre-t-il à une gorge, qu'il y va de son bras [litt.: qu'il se place sur son bras]."
    - Helck (mit weiteren Emendierungen): "Er ist aber schon früh auf, rufend und seine Schale in seiner Armbeuge." (gefolgt von Simpson).

    Auteur du commentaire: Peter Dils, avec des contributions de: AV Wortschatz der ägyptischen Sprache (Fichier de données créé: avant juin 2015 (1992-2015), dernière révision: 26.06.2015)

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Peter Dils, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Billy Böhm, Samuel Huster, Identifiant d’unité IBUBd6OqWOYnKkNWtVvdbdMGfns <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBd6OqWOYnKkNWtVvdbdMGfns>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)
(Citation abrégée)
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