Identifiant d’unité ICUCGMKQRQhUUUNUp5FLafymXyE
Identifikation des vorderen Mannes vor dem ersten Mann Wand A, rechts, 1.1 jmꜣḫ(.w) (j)m(.j)-rʾ-⸢pr⸣ ⸢⸮B?⸣[_] jri̯.n ⸢Ḥ⸣py
Commentaires
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- Die beiden Kolumnen des oberen Registers sind auf dem Photo von Vandier kaum zu lesen und er selbst schreibt bereits „Nous n’avons pas réussi à lire les noms d’une maniére satisfaisante“ (Vandier, Un curieux monument funéraire du Moyen Empire, in: Revue du Louvre 13, 1963, 3, Anm. 17). Die beiden abgebildeten Personen waren nach ihm „intendant“, d.h. jm.j-rʾ-pr. In der ersten Kolumne sind ein jmꜣḫ(.w) und ein beschädigtes (j)m(.j)-rʾ-pr eindeutig zu erkennen. Der Rest lässt, mit Vandier, nur ein Zeichen (vermutlich ein Bein (D58), daneben unklare Zeichen), eine Genealogieangabe (jri̯.n) und ein Ḥpy erkennen (Vandier schreibt: „mais ces lectures, en dehors de Hépy, sont très sujettes à caution.“). Es kann statt Ḥpy kein Personenname sein, der auf rnp.y ausgeht, denn Namen mit rnp(.w) sind kaum belegt und dann erst in späteren Zeiten (Ilin-Tomich, in: https://pnm.uni-mainz.de/6/inscription/1052 liest jm.j-rʾ-pr [...] Rnp,y statt ... jri̯.n Ḥpy.). Bemerkenswert ist, dass diese Zeichen nach rechts orientiert sind – die beiden Wörter am Anfang sind nach links gerichtet.
- ⸮B__?: Der unklare Name wird auf der Homepage des Louvre Beket (?) gelesen. Ilin-Tomich (Email an P. Dils vom 12.08.2025) erwägt Bꜥr und Bꜥt.
- Ḥpy: Nach Ranke, PN I, 238.4 und 238.6 ist der Name sowohl für Männer als auch Frauen belegt (so auch Scheele-Schweitzer, Die Personennamen des Alten Reiches, Philippika 28 (Wiesbaden 2014), 536 (Nr. 2382).
Da kein Personendeterminativ folgt, ist unsicher, um welches Geschlecht es sich bei diesem Namen handelt. Die Filiationsangabe mit jri̯(.t).n ist generell sowohl für die väterliche als auch die mütterliche Linie belegt (Ranke, PN II, 9). Ab Amenemhet II. dient diese Angabe v.a. zur Kennzeichnung der Mutter, allerdings wird am Ende der 12. Dynastie wieder dazu übergegangen, verstärkt msi̯.n für die matriarchale und jri̯(.t).n für die patriarchale Linie zu benutzen (was aber nicht die jeweils andere Verwendung ausschließt) (Postel, in: Régen/Servajean (Hrsg.), Verba manent, Cahiers de l’ENiM 2 (Montpellier 2009), 331–354, bes. 333, 347, 352). Da die genaue Datierung des Objekts nicht sicher ist (12.-13. Dynastie), kann hierdurch keine genauere Aussage über das Geschlecht von Ḥpy getroffen werden.
Die objektinternen Indizien deuten eher auf eine Frau: Auf Louvre E 25485 gibt es insgesamt sieben Filiationsangaben, davon sechs mit jri̯(.t).n und nur eine mit msi̯.y gebildet. Letztere redet von Geb als Agens, bezieht sich also eindeutig auf eine männliche Person (Wand D, 1.4). Von den jri̯-Belegen finden sich vier auf Wand A. Neben dem hiesigen nennen sie zwei Mal M-ꜥnḫ (A, links, 2.2 und A, links 2.4), einen sonst nicht belegten Namen, und einmal ist die Stelle zu zerstört/unleserlich, um eine klare Aussage zu treffen (A, rechts, 1.2). Kein Beleg von Wand A gibt demnach Auskunft über das Geschlecht des Agens von jri̯. Anders sieht es mit den beiden letzten Belegen aus: Ist auf Wand C, 1.1-1.2 auch die Lesung des Namens nicht sicher, so steht danach allerdings mꜣꜥ.t-ḫrw (mit gut erkennbarem t), also eindeutig ein Bezug auf eine Frau. Ähnlich verhält es sich mit dem letzten Beleg (Wand D, 1.2). Ist die Lesung im Einzelnen unsicher, so wird dennoch auf die genannte Person in der folgenden Kolumne mit zꜣ=s rückverwiesen, es handelt sich also erneut um eine Frau.
Daher wird hier davon ausgegangen, dass auf Louvre E 25485 die Genealogie mit jri̯(.t).n zur Angabe weiblicher Vorfahren dient, Ḥpy also ein Frauenname ist.
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ICUCGMKQRQhUUUNUp5FLafymXyE
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Citer en tant que:
(Citation complète)Billy Böhm, avec des contributions de Peter Dils, Identifiant d’unité ICUCGMKQRQhUUUNUp5FLafymXyE <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/ICUCGMKQRQhUUUNUp5FLafymXyE>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/ICUCGMKQRQhUUUNUp5FLafymXyE, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
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