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Die Namen von Ptah und Isis sind mit Gardiner Sign-list G7, dem Falken auf Standarte, und einem zusätzlichen Zeichen klassifiziert, das im Fall der Isis nur Möller, Paläographie III, Nr. 61 sein kann, mit dem einige Göttinnennamen auch weiter vorn im Papyrus geschrieben wurden – einer hieratischen Variante von Gardiner Sign-list B1, die bislang nur für Göttinnen und „vornehme“ Frauen belegt zu sein scheint (so Möllers Anm. 1, dieselbe Beobachtung notiert bei Verhoeven, Späthierat. Buchschrift, 110-111, Anm. 3). Sauneron, Ophiologie, 107 trägt dem Rechnung, indem er das Zeichen als sitzende Frau mit Modius auf dem Kopf transkribiert, also Extended Library B7C. (NB: Der Name der Selkis ist allein mit dem Falken auf Standarte geschrieben.)
Dieselbe Hieroglyphe verwendet Sauneron zur Transkription des Hieratogramms bei Ptah, das sich tatsächlich von dem bei Isis allein durch einen zusätzlichen kurzen waagerechten Strich oberhalb des Zeichens unterscheidet. Dass die Form des Kopfes etwas rundlicher ist als beim Hieratogramm hinter Isis, dürfte dagegen eine vernachlässigbare Abweichung sein.
Entgegen Saunerons Entscheidung wird das Zeichen im Fall von Ptah aber sicherlich kaum die sitzende Frau sein. Eher ist anzunehmen, dass mit dem dortigen Hieratogramm ein sitzender Gott gemeint ist. Sollte der waagerechte Strich oberhalb des Hieratogramms als distinktives Merkmal zu verstehen sein? Möller verzeichnet im Bd. III unter Nr. 46 Zeichenformen, die fast identisch mit Nr. 61 sind und als deren hieroglyphische Entsprechung er einen sitzenden Gott mit Flagellum angibt (= Extended Library A40B). (Im Bd. II gibt er dagegen Gardiner Sign-list A52 an, ebenso Verhoeven, a.a.O., die diese Formen unter A52 aufführt. Dieses Zeichen scheint als Klassifikator für Ptah aber weniger geeignet.)
Schließlich erinnert es auch an eine kursivhieratische Form von A40 aus der Zeit des Amasis, die Donker van Heel; Golverdingen, Vorläufige Paläographie des Abnormhieratischen (A-M), aufgenommen haben. Dem kursivhieratischen Zeichen fehlt der durch ein Dreieck angezeigte Kopf der Person, aber dafür zeigt sie ebenfalls einen kleinen waagerechten Strich oberhalb des senkrechten.
Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass das Zeichen im Schlangenpapyrus auch
Möller Nr. 47 = Gardiner A47 ähnelt, das aber als Klassifikator von Ptah ausscheidet. Schließlich gibt es noch Möller Nr. 26 = Gardiner Sign-list 50/51, das seit dem späten Neuen Reich und der frühen Dritten Zwischenzeit gelegentlich auch ohne den linken senkrechten Strich geschrieben sein kann (vgl. den Kommentar zu ꜣḫ(.t) im Satz https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBgCYzBCuUyN0078sDoWHxPAk3o) und sich dadurch in seiner Form ebenfalls dem hier diskutierten Zeichen annähert. Eine solche Form wird in http://129.206.5.162/beta/palaeography/palaeography.html?q=%F0%93%80%BC (Zugriff am 13.09.2023) auch einmal fürs Demotische gelistet.
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(Citation complète)Frank Feder, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Lutz Popko, Svenja Damm, Peter Dils, Identifiant d’unité OZF762PYD5HB5KMZV543WT2WEM <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/OZF762PYD5HB5KMZV543WT2WEM>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/OZF762PYD5HB5KMZV543WT2WEM, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
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