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m m(w)t n gꜣ.w=f: Unklare Todesart. Gardiner erwägt eine Relativform von gꜣu̯: „... von dem[,] was er entbehrt (?)“. Borghouts scheint an das Nomen gꜣ.w oder einen infinitivischen, d.h. nominalen Gebrauch von gꜣu̯ in der Bedeutung „jmd. Not leiden lassen“ (Wb 5, 152.5) gedacht zu haben: „his oppression“. Roccati hatte vermutlich die Grundbedeutung von gꜣ.w im Sinn: „sua mancanza“ (ähnlich schon Pleyte/Rossi: „son privation“, Chabas: „son dénûment“ und Dawson: „privation“). Interessant ist die Hinzufügung des Suffixpronomens, die in der Liste der Todesarten sonst nur bei Körperteilen vorkommt. Hier erinnert es dagegen an die Phrasen m gꜣ.w=f: „wenn es fehlt, wenn man es nötig hat“ (Wb 5, 152.11-12) und n gꜣ.w n NP: „aus Mangel an ...“ (Wb 5, 152.13). Ob man diese Todesart zusammen mit der vorigen Todesart m m(w)t n ḫt als einander ergänzendes Paar lesen kann: „Tod durch (zu viele) Stockhiebe und Tod durch zu wenige“? Dass die Ägypter Schläge nicht als per se schädlich empfanden, sondern in einem gewissen Ausmaß sogar als nützlich, zeigt sich im Bild des (ramessidischen) Schreiberschülers mit dem „Ohr auf seinem Rücken“, der nur hört, wenn er geschlagen wird (pAnastasi III, Rto. 3,13). Und im demotischen Weisheitstext des pInsinger, Zeile 9,6-11 wird gesagt, dass Thot den Stock auf die Erde geworfen habe, um den Dummkopf zu erziehen, und dass Stock und Schamgefühl einen vor dem sḫr-Dämon schützen (Hinweis B. Böhm). Unter dieser Prämisse wäre der Tod n gꜣ.w=f quasi ein Tod durch Dummheit.
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bꜣq.t ist unbekannt und ein Hapax. Es ist mit dem Rinderkopf und -hals Gardiner, Sign-list F10 klassifiziert, weswegen Borghouts zurückhaltend an „throat“ denkt. Es ist wohl mit dem ebenso klassifizierten bq.w zwei Zeilen später zu verbinden, aber sicher nicht dasselbe Wort, weil in dieser Liste keine Todesart zweimal vorkommt. Das dortige Wort bq.w steht unter Todesarten durch zu wenig oder zu viel Nahrungsaufnahme, und in dieser Reihe würde die Völlerei fehlen. Ob man bei bq.w daran denken könnte? Aber das ist zugegebenermaßen rein geraten und würde die Bedeutung von bꜣq.t nicht klären. Chabas, in: CRAIBL 19 (1), 1875, 66, mit Anm. 7 vermutete in bꜣq.t eine Schreibung für bꜣgi̯: „müde sein, schwach sein“ und übersetzt mit „immobilité“. Dies sei das Gegenstück zur vorangegangenen Todesart. Prinzipiell ein guter Ansatz, scheitert er daran, dass bꜣgi̯ nie mit q geschrieben und nie mit F10 klassifiziert ist. (Wobei er zu Letzterem auf S. 67, Anm. 2 zu bq.w schreibt: „Le déterminatif [F10], remplaçant le signe du mal, est une particularité spéciale à notre manuscrit.“)
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(Citation complète)Lutz Popko, avec des contributions de Johannes Jüngling, AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Peter Dils, Identifiant d’unité XKYIJDLPOFC7PE4LBQ3HJNPLF4 <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/XKYIJDLPOFC7PE4LBQ3HJNPLF4>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
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