Rückseite und linke Schmalseite: Horusstelentexte B und D(Identifiant de texte JKH3V3WCENAERPPUMLFTPDH5QE)
Identifiant permanent:
JKH3V3WCENAERPPUMLFTPDH5QE
URL permanente:
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/text/JKH3V3WCENAERPPUMLFTPDH5QE
Type de données: Texte
Écriture: reguläre Hieroglyphenschrift
Commentaire sur la langue:
Mittelägyptisch und Neuägyptisch
Datation: 26. Dynastie
Commentaire sur la datation:
- Die Datierung erfolgt nur indirekt und beruht auf einer Kombination von bildtypologischen und textgeschichtlichen Merkmalen. Daressy 1903, 17 nennt die 26. Dynastie als Datierung, ohne dies weiter zu begründen. Sternberg-el Hotabi 1989 (284, Anm. 16) und Gutekunst 1995 übernehmen diese Datierung. Auch Jansen-Winkeln 2014 trägt dieses Stück bei den Texten der 26. Dynastie ein. Gutekunst (1995, 257) setzt diese Horusstele in seine texttypologische „Mittelphase“ von Horusstelenspruch B, die seiner Meinung nach in die 26.–28. Dynastie fällt. Er verweist auf die Kombination der Kurzfassung von Spruch B mit anschließendem Spruch D (sein Typus „Kf-D-Gruppe“) auf den Horusstelen Avignon A.58, Kairo CG 9405 und Kairo CG 9410, wobei letztere beiden Horusstelen von ihm in Anlehnung an der nicht weiter begründeten Datierung durch Daressy in die 26. Dynastie gesetzt werden, die Horusstele Avignon A.58 in der Zeit vor oder in der 26. Dynastie. Allerdings werden weitere Horusstelen von der Kurzfassung von Spruch B mit Spruch D sowohl vor als auch noch nach der 26. Dynastie datiert (nach der 26. Dynastie: Gutekunst 1995, 257 und 267; vgl. auch Quack 2018, 35-36 Anm. 62 mit Kritik am Datierungsansatz von Gutekunst; ramessidisch? [Horusstele Louvre E20021; siehe jedoch Quack 2018, 36, Anm. 65: stilistisch eher 26.–30. Dynastie]; 22. Dynastie [Osorkon I.: Horusstele von Atfih+Louvre E16264; Osorkon II.: Kairo JE 86778]). Sternberg-El Hotabi (1999, 93) datiert die Stele CG 9405 in ihre objekttypologische „Mittelphase“, d.h. 26.–29. Dynastie, ca. 660–400 v. Chr., wobei konkret die Varianten des Spruchs B gemäß der Untersuchung von Gutekunst auf die 26. Dynastie verweisen sollen. Der seitwärts schreitende Horusgott ist ein ikonographisches Merkmal, das aus ihrer „Frühphase I“ (19.–20. Dynastie) tradiert wurde (und bis ca. 400 v. Chr. weiterlebt: Sternberg-El Hotabi 1999, I, 103), die Integration des Beskopfes im Giebelfeld aus ihrer „Frühphase II“ (21.–25. Dynastie). Sternberg-El Hotabi (1999, I, 96) typologisiert den Horuscippus CG 9405 als Stelentypus I.a ihrer Mittelphase. Sie verteilt ihre Mittelphase in zwei Perioden: Ihre Stelentypen I und II der Mittelphase gehören für sie in die 26. Dynastie (ca. 660–525 v. Chr.), die übrigen in die Perserzeit (ca. 525–400 v. Chr.) (Sternberg-El Hotabi 1999, I, 102-103). Für die Datierung möglicherweise noch relevant ist die Tatsache, dass die Sprache von Spruch D neuägyptische Merkmale aufweist (Quack 2018, 36 Anm. 62 denkt an eine Textredaktion in der 18. oder frühen 19. Dynastie), während die meisten Sprüchen der Horusstelen mittelägyptisch sind oder irgendwann nach der Dritten Zwischenzeit (in der Saitenzeit?) mittelägyptisch umgearbeitet wurden. Texttypologisch ist auch noch zu erwähnen, dass der Name des Stelenstifters oder Begünstigten genannt wird, wie es für ältere Horusstelen üblich ist, ab der 30. Dynastie aber immer seltener wird. Der Personenname Pꜣ-ḫꜣrw, der „der Syrer“ bedeutet, ist ab dem Neuen Reich belegt und hilft nicht, die Datierung weiter einzugrenzen. Die Namen seiner Eltern Anchchonsu und Heresenes sind ab der 22. bzw. der 24. Dynastie belegt, wobei der Namensbildungstyp des Vaters ab der mittleren 22. Dynastie erscheint und in der Spätzeit häufig bleibt (Jansen-Winkeln 2016, 197). Der Name „Osiris“ wird mit der Götterfahne (R8) determiniert, eine Orthographie, die laut Leahy erst unter Pije erscheint und kaum vor der Regierung von Psammetichus I. in der Region von Memphis belegt ist (Leahy, in: SAK 7, 1979, 145-146).
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– G. Daressy, Textes et dessins magiques (Catalogue général des Antiquités égyptiennes du Musée du Caire. Nos 9401-9449), Le Caire 1903, 15-17 und pls. V-VI [*P,*H]
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– PM III², 862 [B]
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– W. Gutekunst, Textgeschichtliche Studien zum Verjüngungsspruch (Text B) auf Horusstelen und Heilstatuen, Diss., Trier 1995, 257, 259-268, 340 [K]
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– K. Jansen-Winkeln, Inschriften der Spätzeit. Teil IV: Die 26. Dynastie. Band 2: Gottesgemahlinnen / 26. Dynastie insgesamt, Wiesbaden 2014, 942 (Nr. 60.359) [H der genealogischen Daten]
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– K. Jansen-Winkeln, Zum Wandel der Personennamen von der Ramessidenzeit zur Spätzeit. In: H. Franzmeier, Th. Rehren, R. Schulz (Hrsgg.): Mit archäologischen Schichten Geschichte schreiben. Festschrift für Edgar B. Pusch zum 70. Geburtstag (Forschungen in der Ramses-Stadt 10). Hildesheim 2016, S. 191-199 [K zu den Personennamen]
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– J.F. Quack, Eine magische Stele aus dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe (Inv. H 1049) (Schriften der Philosophisch-historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Nr. 58), Heidelberg 2018, 35-40 [K zu Horusstelentext D]
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– H. Sternberg-el Hotabi, Horusstele des Anchpachered, Sohn des Djedheriuefanch. Museum of Fine Arts Boston (Nr. 05.90), in: SAK 16, 1989, 275-287 und Taf. 6-8 (hier: 284, Anm. 16) [K zur Datierung]
- – H. Sternberg-El Hotabi, Untersuchungen zur Überlieferungsgeschichte der Horusstelen (Ägyptologische Abhandlungen 62), Wiesbaden 1999. Teil I: Textband, 93-95, 249 (Abb. 42); Teil II: Materialsammlung, 36-37 [K]
Chemin(s) hiérarchique(s):
Protocole de fichier
- – Peter Dils, 17. Juli 2023: Ersteingabe
Translittération de texte
- – Peter Dils, 17. Juli 2023
Traduction de texte
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- – Peter Dils, 17. Juli 2023
Lemmatisation de texte
- – Peter Dils, 17. Juli 2023
annotation grammaticale
- – Peter Dils, 17. Juli 2023
Édition de hiéroglyphes
- – Peter Dils, 17. Juli 2023 (B.1-B.21 nach dem Foto bei Daressy; B.21bis-B.35 nach den Bleihieroglyphen bei Daressy)
Hiéroglyphes codés sans arrangement (séquence pure): Oui
Citer en tant que:
(Citation complète)Peter Dils, "Horusstelentexte B und D" (Identifiant de texte JKH3V3WCENAERPPUMLFTPDH5QE) <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/text/JKH3V3WCENAERPPUMLFTPDH5QE>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/text/JKH3V3WCENAERPPUMLFTPDH5QE, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
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