Identifiant de phrase IBUBd5kMDIEvYUmvnXmdODjrC2g
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Der Satz beginnt am unteren Ende der ersten erhaltenen Kolumne. Da sich über dem wn eine waagerechte rote Linie und geringe Zeichenreste befinden, kann man davon ausgehen, dass das Ostrakon nicht erst mit diesem Satz begann. Vielleicht setzte es mit dem vorigen Satz, d.h. mit dem Beginn des Paragraphen, ein. Da es bis zum Schluß von Kemit erhalten ist, könnten aber ursprünglich auch noch die ersten drei Paragraphen vorhanden gewesen sein.
Die Ergänzungen dieses Satzes basieren auf den zahlreichen Parallelen, vgl. Posener, Tf. 4-5. Da auf dem Ostrakon sonst jedes Kapitel mit dem Pause-Zeichen markiert wurde, wurde es auch hier ergänzt.
wn {r}: Zu der hier vorgeschlagenen Übersetzung vgl. etwa Barta, S. 9. Soweit diese Stelle erhalten ist, haben alle Ostraka und auch tCarnarvon III ein fehlerhaftes r nach wn (vgl. z.B. Barta, S. 8, Anm. 14 und Jäger, S. 161, Anm. 109; Kaplony, S. 179 und S. 180, Anm. c tilgt es nicht; auch Collier/Quirke, S. 51 haben es bei pUC 32271A mit ergänzt und übersetzen: "[being in] your beautiful [reverence]" (so auch Quirke, S. 53)). Chappaz, S. 37 versteht den Satz als eine Redewendung nach dem (allerdings nicht belegten) Satzmuster wn r sḏm=f mit futurischer Bedeutung. Zu dem korrekten Briefformular ohne r vgl. dagegen T.G.H. James, The Hekanakhte Papers and other Early Middle Kingdom Documents; New York 1962 (PMMA 19), S. 123. Jäger versteht den Satz als pseudoverbale Konstruktion mit einem Stativ nfr(.w) als Prädikat und interpretiert das wn optativisch: "Möge deine Existenz im Jenseits vollkommen sein [...]" (S. 163)
nfr: Das von Jäger nach nfr gelesene wr.t findet sich in keiner Handschrift.
Mntjw Nb-Wꜣs.t: oMMA 35144 und tCarnarvon III schreiben Mnṯw, alle anderen Versionen Mntjw. Der Gottesname ist in allen Handschriften mit einem Falken determiniert. Burkard, S. 45 (vgl. auch S. 38) liest ihn wohl deswegen Mnṯw-Ḥrw. In LGG III 319a ist zwar unter den Schreibungen des Namens Mnṯw nur eine Determinierung mit Falke auf Standarte, nicht aber eine solche wie in den vorliegenden Handschriften (mit einem einfachen Falken) aufgeführt. Zu Nb-Wꜣs.t als Epitheton des Month-Horus vgl. LGG III 606b. Da aber im (hier nicht stehenden) vorherigen Satz auch der Name des Ptah in allen Handschriften mit dem einfachen Falken determiniert wird und eine Gottheit "Ptah-Horus-südlich-seiner-Mauer" bisher nicht bekannt ist, scheint es sich dabei nur um das Determinativ zu handeln. Der Schreiber des oBM 5641ro. (R.J. Demarée, Ramesside Ostraca; London 2004, S. 19, 25, Tf. 36) schreibt den Gottesnamen nur Mntjw, es folgt weder ein Determinativ noch das Epitheton Nb-Wꜣs.t, sondern direkt mj [mr]r [bꜣ]k-jm. Zumindest dieser Schreiber hat also nur an den Gott Month, nicht an Month-Horus gedacht.
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IBUBd5kMDIEvYUmvnXmdODjrC2g
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(Citation complète)Lutz Popko, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Peter Dils, Kay Christine Klinger, Samuel Huster, Identifiant de phrase IBUBd5kMDIEvYUmvnXmdODjrC2g <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBUBd5kMDIEvYUmvnXmdODjrC2g>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBUBd5kMDIEvYUmvnXmdODjrC2g, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)
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