Satz ID IBcBOAAaIMfW0UveqlvuwDj2gWo


L15 (= alt L27) Spruch 15, Fremdsprachiger Spruch gegen Hautkrankheiten

L15 (= alt L27) Spruch 15, Fremdsprachiger Spruch gegen Hautkrankheiten šn.t n.t ḥmk.t m ḏd n ḫꜣs.tj



    L15 (= alt L27)

    L15 (= alt L27)
     
     

     
     


    Spruch 15, Fremdsprachiger Spruch gegen Hautkrankheiten

    Spruch 15, Fremdsprachiger Spruch gegen Hautkrankheiten
     
     

     
     

    substantive_fem
    de Spruch; Beschwörung

    (unspecified)
    N.f:sg

    nisbe_adjective_preposition
    de von [Genitiv]

    (unspecified)
    PREP-adjz:m.sg

    substantive
    de [eine Krankheit]

    (unspecified)
    N

    preposition
    de in (der Art)

    (unspecified)
    PREP

    verb_2-lit
    de sprechen

    Inf
    V\inf

    particle
    de durch

    (unspecified)
    PTCL

    substantive_masc
    de Ausländer

    (unspecified)
    N.m:sg

de Beschwörung der ḥmk.t-Krankheit in der Sprache eines Ausländers:

Autor:innen: Ines Köhler; unter Mitarbeit von: Altägyptisches Wörterbuch, Peter Dils, Billy Böhm, Lutz Popko (Textdatensatz erstellt: vor Juni 2015 (1992–2015), letzte Änderung: 23.10.2023)

Kommentare
  • Literatur zu Spruch 15:

    Leitz, Magical and Medical Papyri [P, H, Ü]
    Wreszinski, Londoner Med. Papyrus und Pap. Hearst [P, H, Ü, K]
    Westendorf, Handbuch Medizin, 39, 403 [K]
    Bardinet, Papyrus médicaux, 487 [Ü]
    Steiner, in: JNES 51, 1992, 193-194 [U, Ü, K]

    - Sprüche 15-21 sind fremdsprachig (d.h. hieratisch, syllabisch), vermutlich nordwest-semitisch und kretisch. Allgemein dazu s. Westendorf, Handbuch Medizin, 39-40; zu den Versuchen die Sprache zu identifizieren s. Helck, Beziehungen, 435f und 528f. Die ḥmk.t-Krankheit wird in Verbindung mit der samānu-Krankheit (Spr. 21) und der ꜥḫ.w-Krankheit (Spr. 59) gebracht, s. Leitz, Magical and Medical Papyri, 80.
    - ḥmk.t: Ebbell, in: ZÄS 59, 1924, 149 identifiziert ḥmk.t mit arab. ḥumāq „Fieber + Ausschlag“; Hoch, Semitic Words, 227-228 (Nr. 315) hält diese Gleichsetzung für möglich, aber nicht beweisbar. Möglich ist auch die Identifizierung von ḥmk.t mit dem protosemitischen *ḫanḳatu „Strangulation“ (akkad. ḫanāqu), so Steiner, in: JNES 51, 1992, 198 und Ritner, in: JNES 59, 2000, 110. Vgl. akkad. ḫanqattim (F.PL) „Würgerdämoninnen“. Grundsätzlich problematisch ist aber, dass ägyptisches nur in wenigen Fällen mit semitischem /ḳ/ korrespondiert, s. Hoch, Semitic Words, 436; Steiner, in: JNES 51, 1992, 194, Anm. 21 und Leitz, Magical and Medical Papyri, 61, Anm. 96 (Leitz hält die Gleichzetzung von äg. ḥmk.t mit protosem. *ḫanḳatu für "unlikely"). Westendorf, Handbuch Medizin, 403, nimmt an, dass es sich wahrscheinlich um eine Hautkrankheit handelt.
    - n(.j) ḫꜣs.tj: Das Wortende ist zerstört. Lies eventuell ḫꜣs.tj[w]: "Ausländer" (Plural), aber dann wäre die ausgeschriebene tj-Endung wohl überflüssig. Eine winzige rote Spur fast oberhalb der Zeile hinter ḫꜣs.tj könnte der Anfang des Wurfholzes (T14) sein, aber wohl nicht des tjw-Vogels.

    Autor:in des Kommentars: Ines Köhler; unter Mitarbeit von: Peter Dils; Datensatz erstellt: 18.05.2017, letzte Revision: 23.08.2017

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Bitte zitieren als:

(Vollzitation)
Ines Köhler, unter Mitarbeit von Altägyptisches Wörterbuch, Peter Dils, Billy Böhm, Lutz Popko, Satz ID IBcBOAAaIMfW0UveqlvuwDj2gWo <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBcBOAAaIMfW0UveqlvuwDj2gWo>, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Korpus-Ausgabe 18, Web-App-Version 2.1.5, 26.7.2024, hrsg. von Tonio Sebastian Richter & Daniel A. Werning im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Hans-Werner Fischer-Elfert & Peter Dils im Auftrag der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Zugriff am: xx.xx.20xx)
(Kurzzitation)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/IBcBOAAaIMfW0UveqlvuwDj2gWo, in: Thesaurus Linguae Aegyptiae (Zugriff am: xx.xx.20xx)