Identifiant d’unité IBUBd1QomxrAl0X9jSvLrDd0IDM




    verb_2-lit
    de
    verbinden

    SC.ḫr.act.ngem.2sgm
    V\tam.act-oblv:stpr


    personal_pronoun
    de
    [Suffix Pron. sg.2.m.]

    (unspecified)
    -2sg.m





    6.17
     
     

     
     


    personal_pronoun
    de
    ihn [Enkl. Pron. sg.3.m.]

    (unspecified)
    =3sg.m


    preposition
    de
    mittels

    (unspecified)
    PREP


    substantive
    de
    [eine Substanz als Verbandsmittel (Mineral?)]

    (unspecified)
    N:sg
de
(Behandlung:) Dann mußt du ihn/sie (den Patienten oder die Durchbohrung) folglich mit jmr.w-Verband(?) verbinden.
Auteur(s): Peter Dils; avec des contributions de: AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Lutz Popko (Fichier texte créé: avant juin 2015 (1992-2015), dernières modifications: 19.08.2025)

Commentaires
  • - jmr.w: Das Produkt j-mj-rw, das mit einem Rechteck determiniert wird, erscheint meistens mit einer anderen Orthographie: j-mr-w. Es ist nicht identifiziert und kommt nur in pEdwin Smith vor (an 10 Stellen). Wb. I, 87.19 beschränkt sich auf eine Deutung "als Verbandsmittel (neben Honig)". Es gibt zwei Interpretationen, die beide vom rechteckigen Determinativ ausgehen: ein Mineral und ein Verband. (1) Das rechteckige Determinativ wird von Breasted, Surgical Papyrus, 264-265 als ein Mineral-Determinativ eingestuft. Eigentlich ist es jedoch ein Steinblock O39 und kein Mineralkorn N33. Breasted fragt sich, ob jmr.w ein Mineral mit desinfizierender Wirkung sein kann, weil er šmꜣ.y als infiziertes Gewebe (ein Fall von Gangrän?) eingestuft hat. In DrogWb, 33-34 steht "ein unbekanntes Mineral(?)", wobei also die Identifikation als Mineral hinterfragt wird. Harris, Lexicographical Studies, 187-188 meint, dass die Verwendungskontexte für ein desinfizierendes Mineral mit adstringenten (zusammenziehenden, austrocknenden) und blutstillenden Eigenschaften spricht. Er verweist auf Forbes, Studies in Ancient Technology, III, 159 und 182 (die Angabe I.87.19 bei Forbes, 159 verweist auf Wb. I, 87.19), der jbnw und jmrw als eine Art von "Alaun" identifiziert (jmrw mit Fragezeichen bei Forbes!; Aufrère, Univers minéral, II, 605-606 nennt nur jbnw, nicht jmrw). Harris meint, dass dieser Vorschlag von Forbes "may well be correct", aber er vermerkt auch, dass "the evidence is by no means conclusive" und er zitiert eine Interpretation als "Verband" durch Grapow. Als ein (anderes) Mineral versteht es auch Hannig, HWB, 82: "e. Mineral (vielleicht e. Art Bimsstein, als Stützverband bei Brüchen)". (2) Grapow, Kranker, 129 mit Anm. (a) übersetzt mit "jmrw-Verband" und denkt an einen "Stofflappen von länglich viereckiger Gestalt", aber er schreibt auch, dass die Behandlungsanweisungen im Kombination mit Fett/Öl und Honig auf eine Droge hinweisen könnten. Westendorf, Handbuch Medizin, 495 erkennt in jmrw die Wurzel mr: "binden" (s. Westendorf, Grammatik, 16, § 27dd: ein Partizip Aktiv j:mr.w "der Bindende") und vermerkt, dass das rechteckige Determinativ auch beim bḏꜣ-Polster aus ḥbs-Stoff verwendet wird (siehe schon Grundriß IX (Ergänzungen), 105 als Korrektur von DrogWb 34 s.v. jmrw). Außerdem wird jmrw nur in einem Fall bei einer Wunde (wbn.w: Fall 37, Kol. 12.17-18) angewandt, was gegen ein desinfizierendes Mineral spricht. (3) Brawanski, in: SAK 32, 2004, 65-66 kombiniert die Interpretationen als Mineral und als Verband: "adstringierender Verband (mit Metallspänen)". Sanchez/Meltzer, Edwin Smith Papyrus, 129-130 folgen der Interpretation von Brawanski, aber spezifisch mit dem Mineral Alaun statt mit Metallspänen: "alum (or, a bandage with alum [?] shavings?)".

    Auteur du commentaire: Peter Dils, avec des contributions de: AV Wortschatz der ägyptischen Sprache (Fichier de données créé: avant juin 2015 (1992-2015), dernière révision: 13.02.2018)

(Une prochaine version de l’application web du TLA indiquera également la portée des commentaires ou des annotations des auteurs, c’est-à-dire les parties de la phrase auxquelles un commentaire ou une annotation se réfère. Pour le plan de développement, voir ici.)

Identifiant permanent: IBUBd1QomxrAl0X9jSvLrDd0IDM
URL permanente: https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBd1QomxrAl0X9jSvLrDd0IDM

Citer en tant que:

(Citation complète)
Peter Dils, avec des contributions de AV Wortschatz der ägyptischen Sprache, Lutz Popko, Identifiant d’unité IBUBd1QomxrAl0X9jSvLrDd0IDM <https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBd1QomxrAl0X9jSvLrDd0IDM>, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae, Édition du corpus 20, Version de l’application web 2.4.1, 5.3.2026, éd. par Tonio Sebastian Richter et Daniel A. Werning au nom de la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Académie des sciences et des lettres de Berlin-Brandebourg) et Hans-Werner Fischer-Elfert et Peter Dils au nom de la Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (Académie des sciences et des lettres de Saxe, Leipzig) (consulté: xx.xx.20xx)
(Citation abrégée)
https://thesaurus-linguae-aegyptiae.de/sentence/token/IBUBd1QomxrAl0X9jSvLrDd0IDM, dans: Thesaurus Linguae Aegyptiae (consulté: xx.xx.20xx)